Ausbau der Fernwärme in Muri-Gümligen in zwei Schritten – ein kommunaler Beitrag an die Klimawende

Home gbm News Ausbau der Fernwärme in Muri-Gümligen in zwei Schritten – ein kommunaler Beitrag an die Klimawende
Fernwärme

Die Gemeindebetriebe Muri bei Bern haben gemeinsam mit der Gemeinde ein zweiteiliges Fernwärmekonzept entwickelt. Dieses besteht aus einem Basis- und einem Erweiterungsprojekt. Dereinst sollen rund 60 Prozent der Bevölkerung mit nachhaltiger Wärme versorgt und jährlich 13'000 Tonnen CO2 und eingespart werden.

Fernwaerme_Terminplan_Konzept_web.svg
Konzeptplan Basis- und Erweiterungsprojekt 2025

Phase 1: Basisprojekt mit Holzschnitzel- und Gas-/Biogas-Heizzentralen

Das sich im Aufbau befindliche Basisprojekt umfasst ein zusammenhängendes Fernwärmenetz und sechs Heizzentralen. Zwei Grundlast-Heizzentralen im «Gümligenfeld» und im «Thoracker», werden mit Holzschnitzeln betrieben. Für Spitzenbedarfszeiten (d. h. an sehr kalten Wintertagen) werden ergänzend vier kleinere Spitzenlast-Heizzentralen angelegt, die mit Gas/Biogas betrieben werden. Bis zum Jahr 2030 soll das Basisprojekt abgeschlossen sein. Die Bevölkerung auf dem Gemeindegebiet soll mit nachhaltiger Wärmeenergie versorgt werden können. 

Phase 2: Erweiterungsprojekt mit einer Tiefengrundwasser-Heizzentrale

Ein Fernwärmenetz, das ökologische Kriterien erfüllen muss, kann – nach heutigem technologischem Stand und unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse in Muri-Gümligen – nur mit Holzschnitzeln und Tiefengrundwasser betrieben werden. Solcherart wird es möglich, einen möglichst CO2-armen Fussabdruck zu hinterlassen.

Die Gemeinde Muri bei Bern verfügt im Aareraum über Tiefengrundwasser. Das Erweiterungsprojekt umfasst u.a. den Bau einer Tiefengrundwasser-Heizzentrale im «Manneried». Mit dem Erweiterungsprojekt können zusätzliche Fernwärmegebiete über Netzerweiterungen erschlossen werden, wodurch rund 60 % der Muri-Gümliger Bevölkerung mit Fernwärme versorgt werden können.