Der Energieverbund Siloah schliesst sich an das Fernwärmenetz von Muri-Gümligen an

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Fernwärme

In den 1990er-Jahren schlossen sich verschiedene im Siloah-Quartier ansässige Organisationen zusammen, um für ihre Wärmeversorgung einen lokalen Wärmeverbund aufzubauen. An dieser Energieverbund Siloah AG (EVS AG), die die Liegenschaften mit Wärme für Heizung und Warmwasser versorgt, sind unter anderem die Gemeindebetriebe Muri b. Bern (gbm) und das Alterszentrum Alenia beteiligt. Die EVS AG versorgt heute zehn im Siloah-Dienstleistungscluster angesiedelte Organisationen.

Siloah Hannes
Siloah-Areal in Gümligen / Hannes Treier, Verwaltungsratspräsident Energieverbund Siloah AG

Der Verwaltungsrat hat nun beschlossen, sich an das Fernwärmenetz der Gemeindebetriebe Muri b. Bern anzuschliessen. Im nachstehenden Interview erläutert der Verwaltungsratspräsident der EVS AG, Hannes Treier, diesen Entscheid.

Warum hat sich die EVS AG dazu entschieden, ihren Energieverbund an das Fernwärmenetz von Muri-Gümligen anzuschliessen?

Hannes Treier: Bisher bezog und nutzte der Energieverbund Siloah Abwärme von der Haco AG, die unter anderem bei der Kaffeeproduktion entsteht. Die Haco AG arbeitet jedoch daran, ihre Anlagen energetisch zu optimieren, wodurch weniger Abwärme anfällt. Dadurch sank der Anteil der nachhaltigen Energie auf rund 50 Prozent. Es war zu erwarten, dass dieser Anteil weiter abnimmt. Zudem liefert diese Energiequelle die Wärme nicht gleichmässig. Für die EVS AG war entscheidend, den Anteil erneuerbarer Energien künftig nachhaltig wieder zu erhöhen.

Mit welchen Energieträgern hat die EVS AG bisher ihren Energieverbund betrieben?

Nebst der Abwärme der Haco AG wurden Gas und Heizöl für die Wärmeproduktion eingesetzt.

Wann und wie wird die geplante Umstellung erfolgen?

Die Umstellung findet zum Beginn der Wintersaison 2028 statt. Die gbm wird die Fernleitung zur Zentrale der EVS AG führen und dort in die bestehende Verteilung einspeisen. Die EVS AG übernimmt die Verteilung im Siloah-Quartier. Sie bleibt weiterhin in der Stromversorgung tätig und wird auch künftig die Notstromanlage vor Ort betreiben.

Wie bewertet die EVS AG die mittel- und langfristige Zukunftsfähigkeit der geplanten Fernwärmelösung?

In Bezug auf die Zukunftsfähigkeit dieser Lösung sind wir absolut zuversichtlich. Auch ist man bei der EVS AG sehr glücklich über die Zusammenarbeit mit den gbm. Dies insbesondere, weil mit der von den gbm im Rahmen des Erweiterungsprojekts geplanten Nutzung des Tiefengrundwasservorkommens der Anteil der erneuerbaren Energie für die Wärmeversorgung auf dem Siloah-Areal nochmals erhöht werden kann.

 

Weitere Informationen zur EVS AG: www.ev-siloah.ch