Wichtiges Zwischenziel auf dem Weg zur Energiewende in Muri-Gümligen erreicht

Home gbm News Wichtiges Zwischenziel auf dem Weg zur Energiewende in Muri-Gümligen erreicht
Fernwärme

Anfang April haben die gbm die Baueingabe für eine Holzschnitzel-Heizzentrale an der Feldstrasse in Gümligen eingereicht. Diese Heizzentrale wird bei der kommunalen Fernwärmeversorgung mit erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle spielen. Die Anlage ist mit Verbrennungstechnologie der neusten Generation ausgestattet. Sie arbeitet wirtschaftlich, umweltfreundlich und CO2-neutral.

Holzschnitzel Heizung feldstr low
Visualisierung Holzschnitzel-Zentrale an der Feldstrasse 55 in Gümligen

Ein zentrales Element des Basisprojekts ist der Betrieb einer Holzschnitzel-Heizzentrale. Anfang April haben die gbm die Baueingabe für eine solche Anlage an der Feldstrasse 55 in Gümligen eingereicht. Ein Entscheid der zuständigen Behörde kann in zirka sechs Monaten erwartet werden. In diesem Gebiet, in dem bereits öffentliche Transportbetriebe und Entsorgung angesiedelt sind, wird diese Holzschnitzel-Heizzentrale der kommunalen Fernwärmeversorgung mit erneuerbaren Energien dienen. Der Standort liegt ausserhalb des Wohngebiets und ist verkehrstechnisch mit der nur 300 m entfernten Autobahneinfahrt perfekt erschlossen. Die Lärmschutzgesetze werden vollumfänglich eingehalten.

Mit Biomasse betriebene Heizzentralen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Sie ersetzen fossile Brennstoffe und stärken gleichzeitig die regionale Wertschöpfung. Die geplante Zentrale wird in puncto Effizienz und Umweltverträglichkeit neue Massstäbe setzen. Dank modernster Anlagentechnik erreicht sie hohe Wirkungsgrade bei gleichzeitig geringem Brennstoffverbrauch. Eine Verbrennungstechnologie der neuesten Generation sorgt zudem dafür, dass die Emissionen auf ein Minimum reduziert werden. Im Vergleich zu einer konventionellen Holzfeuerung wird der Brennstoffverbrauch um rund 25 Prozent niedriger ausfallen. Eine aufwendige Rauchgasreinigung mit modernen Elektrofiltern entfernt selbst feinste Staubpartikel aus den Abgasen. Dadurch kann der Feinstaubausstoss im Vergleich zu den Vorschriften vor 20 Jahren um den Faktor zehn gesenkt werden. Auch optisch wird die Anlage kaum wahrnehmbar sein. Um die Bildung einer sichtbaren Dampffahne am Kamin zu verhindern, wird das Rauchgas mit Aussenluft verdünnt. Dadurch bleibt der Austritt selbst bei niedrigen Aussentemperaturen praktisch unsichtbar. Aufgrund der Effizienz der Heizzentrale können in letzter Konsequenz auch die LKW-Fahrten zur Anlieferung der Holzschnitzel reduziert werden.

Die mit der Anlage erzielte CO2-Einsparung wird auf rund 7000 Tonnen pro Jahr veranschlagt. Durch einen langfristigen Vertrag haben die gbm sichergestellt, dass das für den Betrieb nötige Holzschnitzelgut über viele Jahre hinweg zur Verfügung stehen wird. Dank der technischen Gebäudeausrüstung mit Photovoltaik auf dem Gebäudedach können 90 % des produzierten PV-Stromes selber genutzt werden.

Haben Sie weiteren Fragen zur geplanten Holzschnitzel-Heizzentrale? Kontaktieren Sie mich.

gbm Team Calame Rene
René Calame
Leiter Energie und Wärme, Mitglied der Geschäftsleitung